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WLAN-Heatmap: was sie zeigt und wie man sie liest

Der Moment, wenn man eine bunte WLAN-Heatmap vorgelegt bekommt und höflich nickt – ohne wirklich zu wissen, was Grün, Gelb und Rot bedeuten. Dabei steckt in einer guten Heatmap genau die Information, die über stabiles oder wackeliges Firmen-WLAN entscheidet.

Was ist eine WLAN-Heatmap?

Eine WLAN-Heatmap ist eine Landkarte Ihrer Funkabdeckung: Über den Grundriss werden die Messwerte des Netzes als Farbverlauf gelegt. So sieht man auf einen Blick, wo das WLAN trägt, wo es schwächelt und wo Funklöcher sind. Sie ist das zentrale Ergebnis jeder WLAN-Ausleuchtung und jedes Site Survey.

Wichtig ist: „Heatmap" ist nicht gleich „Heatmap". Dieselbe Fläche kann für verschiedene Messwerte ganz unterschiedlich aussehen – deshalb muss immer dazustehen, was die Farben eigentlich darstellen.

Was eine Heatmap zeigt

Signalstärke

Der bekannteste Wert. Er wird in dBm angegeben und ist immer negativ – je näher an null, desto stärker. Grob gilt: Werte um −65 dBm sind gut, um −75 dBm grenzwertig, ab etwa −80 dBm wird es dünn. Für Handscanner oder VoIP braucht man mehr Reserve als fürs reine Surfen.

Störabstand (SNR)

Entscheidend ist nicht nur, wie laut das Signal ist, sondern wie deutlich es sich vom Grundrauschen abhebt – der Signal-Rausch-Abstand. Ein starkes Signal in einer „lauten" Umgebung bringt wenig. Als Faustregel gelten rund 25 dB SNR als solide Basis für hohe Datenraten.

Kanalüberlappung und Interferenz

Wenn benachbarte Access Points auf demselben oder überlappenden Kanal senden, stören sie sich gegenseitig (Co-Channel-Interference). Gerade im 2,4-GHz-Band mit seinen wenigen überschneidungsfreien Kanälen ist das ein häufiger, unsichtbarer Bremsklotz. Eine Heatmap macht solche Überlappungen sichtbar.

Störquellen und Kapazität

Fremdnetze der Nachbarn, Maschinen, Funkstrecken oder schlicht zu viele Geräte auf einem Access Point: Auch das zeigt eine gute Analyse. Denn oft ist nicht die Abdeckung das Problem, sondern die Kapazität an einem Hotspot.

Ein Beispiel: Warum „überall grün" trotzdem hakt

Ein typischer Fall aus dem Lager: Die Signalstärke-Heatmap ist fast durchgehend grün – trotzdem reißt der Handscanner beim Gang durchs Hochregal ab. Der Blick auf die zweite Heatmap erklärt es: Der Störabstand bricht zwischen den Regalreihen ein, und zwei Access Points überlappen auf demselben Kanal. Erst beide Karten zusammen zeigen die wahre Ursache – und die Lösung: andere AP-Standorte und eine saubere Kanalplanung statt einfach „mehr Sendeleistung".

Wie eine Heatmap entsteht

Für belastbare Ergebnisse kombiniert man beides: erst planen, dann nach der Umsetzung nachmessen und feinjustieren.

Wozu Sie die Heatmap nutzen

Kostenlose WLAN-Ersteinschätzung

Sie haben eine Heatmap und wissen nicht, wie Sie sie deuten – oder Sie brauchen erst eine? Schildern Sie uns kurz Ihr Objekt und Ziel. Wir sagen Ihnen unverbindlich, was sinnvoll ist. Herstellerunabhängig, bundesweit.

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Häufige Fragen

Was bedeuten die Farben in einer WLAN-Heatmap?

In der Regel steht Grün für gute, Gelb für grenzwertige und Rot für ungenügende Werte. Welcher Messwert dahintersteht – Signalstärke, Störabstand oder Datenrate – muss dazugesagt werden, sonst ist die Farbe wenig wert.

Reicht eine gute Signalstärke für gutes WLAN?

Nein. Ein starkes Signal allein garantiert kein stabiles WLAN. Genauso wichtig sind der Störabstand (SNR), die Kanalplanung und genügend Kapazität für die Zahl der gleichzeitigen Geräte.

Predictive oder gemessene Heatmap – was ist besser?

Eine simulierte (predictive) Heatmap ist ideal für die Planung von Neubauten. Eine gemessene Heatmap zeigt die reale Lage inklusive Störquellen. Am belastbarsten ist die Kombination aus Planung und Nachmessung.